Wichtig!

Die Tagesordnung des Gemeinderates vom 27.09.2021 enthält unter Punkt 10 die „Ergebnisvorstellung Runder Tisch“.
Ein für die Gemeinde wichtiges Thema, über das nun nach langer Zeit im Rahmen einer Gemeinderatssitzung informiert werden soll.
Vorgestellt werden die Alternativen zur Ursprungsplanung im Waldschutzgebiet.

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Bürger*Innen sich direkt informieren.

Petra Weiß

Sprecherin BI Pro-Waldschutz

Reisen liefert neue Ideen!


Wie kann man mehr Sportplätze in Sandhausen mit der Forderung nach einem Stopp der Flächenversiegelung unter einen Hut bringen? Ein großes Potential bieten hier Parkplätze. Oft sind Parkplätze bei Sportanlagen überdimensioniert. Nur wenige Stunden am Wochenende oder am Abend werden sie genutzt, anderweitig stehen sie leer. Die Sportanlage in Krems, Niederösterreich zeigt ein interessante Idee: Auf dem Dach einer großen Tiefgarage befindet sich ein ganzer Fußballplatz! Die Autos stehen geschützt im Schatten, der Weg ist kurz und alle Infrastrukturanlagen für die Sportstätte befinden sich ebenfalls im Untergrund, nahe am Sportplatz. Etliche Ladestationen für E-Autos ergänzen das Angebot. 

Das Parkdeck beim Tivoli-Stadion in Aachen ist sogar noch größer: Hier befinden sich sogar 2 full-size Trainingsplätze auf dem Dach. 
Wer die Augen offen hält, wird noch weitere Beispiele für eine moderne und kreative Flächennutzung finden, wie z.B. auch bei der Allianz-Arena in München. Dort und hier im Ballungsgebiet Rhein-Neckar ist der Grund und Boden so kostbar, dass alle Möglichkeiten zur Mehrfachnutzung ausgeschöpft werden müssen und Flächen nicht nur einseitig und kurz genutzt werden sollten.

C. Kienle
Kontakt: Besuchen Sie die Internet-Seite des BUND Sandhausen!Parkdeck in Krems technische Daten:https://dywidag.at/referenzprojekte/parkdeck-galerie-noe/Aachen: https://www.apag.de/parkobjekte/parkhaus-tivoli

 

Leserbrief in der RNZ vom 11.08.2021
Wald im Rhein-Neckar-Kreis: “Die Folgen halten uns ganz schön in Trab”

 

Wie Herr Robens vom Kreisforstamt freue auch ich mich über jeden Tropfen Regen der fällt, in der Hoffnung, dass er unserem geschundenen Wald hilft. Aber ich kann die Menschen verstehen, die die Bemühungen der Forstämter um die Klimaresilienz der Wälder kritisieren.
Zu beobachten ist im Wald in regelmäßiger Wiederkehr nämlich folgendes:
– Waldwege werden von beauftragten Subunternehmen mit überbreitem, schwerem Gerät be – und zerfahren, um die geschädigten Bäume aus dem Wald zu holen. Dabei werden oftmals gesunde Bäume verletzt und der Waldboden derart verdichtet, dass man von Biodiversität nicht mehr sprechen kann.
– Jegliches Totholz oder Schadholz wird aus dem Wald geholt um Erlöse zu erzielen. Auf den entstandenen Kahlflächen führt der plötzliche Lichteinfall innerhalb kürzester Zeit dazu, dass sich invasive Arten wie die die Kermesbeere exponentiell stark ausbreiten und den Wald versteppen lassen. Die Bekämpfung der Kermesbeere konnten und können die Forstämter schon aus personeller Sicht nicht leisten.
– In kürzesten Abständen befinden sich Rückegassen, die sich im Laufe der Zeit zu neuen Wegen entwickeln.
– Im Wald sind ganzjährig sämtliche Schranken offen, so dass ganz häufig Waldwege als „Abkürzung“ genommen werden. An die Brut – und Vegetationszeiten von März bis Oktober hält sich keiner mehr, auch nicht der Forst!
Der Wald hat keine Ruhe mehr!
Wie wäre es denn mit einer längst überfälligen Änderung der Politik? Wald ist kein Wirtschaftsfaktor mehr, sondern unsere Lebensgrundlage.
Deshalb plädiere ich dringend für
– Einstellung der Holzproduktion und Bewirtschaftung
– Keine weiteren Befahrungen
– Belassung des Totholzes im Wald
– Verkehrssicherungsmaßnahmen nur an gewidmeten Straßen
– Bekämpfung der Kermesbeere
– Rückbau von Wegen
und RUHE für den Wald!

04. August 2021
Brief an die Gemeinderäte von Sandhausen
und den Bürgermeister H.Günes

Invasive Pflanzenarten im Sandhäuser Wald / Kermesbeere

Sehr geehrter Herr Günes,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,

mit großer Sorge betrachtet die Bürgerinitiative, das enorme Ausbreitungspotenzial der invasiven Arten, v.a. das der nordamerikanischen Kermesbeere im Sandhäuser Wald.
Trotz enormer Bemühungen von Wald- und Naturschützern in den zurückliegenden Wochen
und Monaten, ist diese Pflanze nicht in den Griff zu bekommen und breitet sich exponentiell stark aus.
Durch die zurückliegenden Dürrejahre mit entsprechend heißen Sommern und wenig Niederschlägen, sind die Kiefernbestände in der Oberrheinebene zu großen Teilen ausgefallen, die entstandenen Kahlflächen wurden binnen kürzester Zeit von der Kermesbeere überwuchert. Einer natürlichen Verjüngung, wie auch den noch verbliebenen Bestandsbäumen, wird durch diese schnellwachsende Pflanze Licht und durch ihre pfahlartigen Wurzeln auch noch das ohnehin schon wenige Wasser entzogen.
Gleichzeitig ist durch die Aussamung von ca. 40.000 Samen pro Pflanze (!!!) vorprogrammiert, dass unserem Wald so eine großflächige Verbuschung bzw. eine Versteppung droht, teilweise ist sie bereits eingetreten.
Ein selektives Pestizid gegen diese Pflanze konnte nach Rücksprache mit der forstwirtschaftlichen Versuchsanstalt in Freiburg (FVA) bis heute noch nicht entwickelt werden.

Wir können so leider nicht mehr damit rechnen, dass sich heimische Laubbaumbestände mit gewisser Klimaresistenz von alleine regenerieren und einen neuen Wald entstehen lassen.
Kreisforstamt und Forst BW haben für diese Problematik bis dato keine andere Lösung, als das Ausgraben und ordnungsgemäße Entsorgen der Pflanzen über den Restmüll.Aber: Hier sind deutlich mehr helfende Hände gefragt, als aktuell vorhanden und ein ebenso entsprechend langer Atem bei Bekämpfungsmaßnahmen.

Wir bitten nun darum, dass sich die kommunalpolitischen Entscheidungsträger sehr kurzfristig ein Bild von der Situation im Wald machen und ebenso kurzfristig Maßnahmen ergreifen, die zumindest den Status quo des Waldes unserer Gemeinde erhalten.
Wie wäre es mit dem Aufruf zu einer groß angelegten Freiwilligenaktion mit Bürger*Innen, Vereinen, Parteien, Forst, etc. unter der Schirmherrschaft der Gemeinde?

Die Bürgerinitiative steht in jedem Fall hilfreich und unterstützend zur Seite.
Der Wald braucht uns jetzt wirklich alle!

Wir freuen uns auf Ihre Antwort!

Für die Bürgerinitiative Pro-Waldschutz

Petra Weiß, Sprecherin

Um größtmögliche Transparenz gegenüber Bürger*Innen zu wahren, werden wir den Brief auch auf der Homepage der Bürgerinitiative www.pro-waldschutz.de und in den entsprechenden sozialen Medien veröffentlichen.

05. August 2021
Antwort des Bürgermeister H.Günes

 

Sehr geehrte Frau Weiß,

vielen Dank für Ihre E-Mail zur aktuellen Situation im Hinblick auf die Kermesbeere, die ich gerne zur Kenntnis nehme.
Wie Ihnen aus meiner Mail vom 20.07. bekannt ist, sind wir seitens der Verwaltung bereits dabei, eine entsprechende Aktion zu organisieren.
Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang nochmals an unsere E-Mailkorrespondenz erinnern. Am 20.07.2021 wies ich Sie auf folgendes hin, nachdem Sie sinngemäß danach fragten, warum ich alleine gegen die Kermesbeere vorgehe:

„Guten Tag Frau Weiß,

das war eine kurzfristige Aktion. Für die Zukunft plane ich jedoch – in Abstimmung mit Herrn Frohn und auch der BI – eine gemeinsame
medienwirksame Aktion. So können wir möglichst viele Helferinnen und Helfer mobilisieren.
Hierzu werde ich mich zeitnah bei Ihnen beiden melden.
Ich wünsche Ihnen eine gute Woche! (Mail vom 20.07.2021)“

 

Ich darf Ihnen nochmals versichern, dass wir seitens der Verwaltung bereits in der Planung sind. Sobald wir verwaltungsintern abgestimmt sind, werden wir auf Sie als Vertreterin der BI und auf Herrn Frohn zukommen, um einen Termin abzustimmen. Auch mit Herrn Frohn habe ich bereits Kontakt diesbezüglich gehabt. Ein Streuen an sämtliche Vereinigungen wird erfolgen.

 

An dieser Stelle möchte ich mich auch für den von vielen Bürgerinnen und Bürgern geleisteten Einsatz bedanken, den Sie bereits in unserem Wald geleistet haben – dieser ist unbezahlbar. Woche für Woche sind viele Sandhäuserinnen und Sandhäuser im Sandhäuser Wald aktiv gegen die Kermesbeere. Ich stehe im ständigen Austausch mit Personen, die sich aktiv gegen die Kermesbeere einsetzen, wie Mechthild Köhler, die mir regelmäßig von den Entwicklungen berichtet und die Bedürfnisse z.B. nach Containern zur Entsorgung schildert. Auch meine Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates sind sich des unermüdlichen Einsatzes bewusst, sodass ich diesen Dank auch im Namen des Gemeinderates ausspreche, den ich mit in den CC setze.

Gerne können Sie zum Zwecke der Transparenz diese Mail ebenfalls veröffentlichen. Dies ist ganz in meinem Interesse.

 

Mit freundlichen Grüße
Ihr Hakan Günes
Bürgermeister

07.07.21 - Vandalismus an der Neuanpflanzung!

Klaus Frohn von der AG Kermesbeere erhielt eine Email vom Forstamt, mit äußerst unschönem Inhalt.
Konkret handelt es sich um einen Fall von Vandalismus, an der Kulturfläche am Trimm Dich Pfad in Sandhausen. Hier wurde der Zaun um die Neuanpflanzung, auf der Länge von circa 20 Metern, aufgeschnitten und entfernt.
Dieser Vorfall ist besonders ärgerlich, da wir alle in den vergangenen Wochen enorm viel Arbeit und Energie in diese Fläche investiert haben. Durch den fehlenden Zaun hatten Rehe und Wildschweine, freien Zugang zu den Setzlingen und haben es sich schmecken lassen. Jeder von uns weiß, wie enorm wichtig jeder einzelne Setzling in der Zukunft sein wird.
Daher unsere Bitte an Alle!
Wenn jemand verdächtige Beobachtungen gemacht haben, die im Zusammenhang mit diesem Fall von Vandalismus stehen könnten, dann teilen Sie uns dies bitte mit.
Wir dürfen es auf keinen Fall tatenlos hinnehmen, dass unsere Arbeit derart perfide sabotiert wird.
Bitte halten Sie, wenn Sie im Wald unterwegs sind, ein Auge auf die Umzäunungen und geben Sie uns Bescheid, wenn Sie etwas beobachten das ihnen ungewöhnlich vorkommt.
Vielen Dank!

Leserbrief in der RNZ vom 11.05.2021
“Wie kam es zu dem Aus für das Nachwuchsteam?”

Die Abmeldung der U 23 Mannschaft des SV Sandhausen war bereits mit dem Weggang von Frank Löning beschlossene Sache. Damals wurden wirtschaftliche Problemstellungen angeführt.
(siehe hierzu Pressemitteilung des SV vom 30.12.2020)

Jetzt wird die Abmeldung mit der noch nicht vorhandenen Beschlussfassung des Gemeinderats in Sachen Erweiterung um Platzkapazitäten begründet. Na ja …

Tatsache ist aber, und da muss man dem SV Sandhausen Recht geben, dass eine umfassende Information der Bürgerschaft über die Ergebnisse des runden Tischs bisher ausgeblieben ist. In Pandemiezeiten hätte dies längst online, notfalls auch über eine Beilage in den Gemeindenachrichten, erfolgen können. Die erarbeiten Varianten müssen planerisch dargestellt, Eingriffe in Waldbestand bemessen, etwaige Ausgleichsflächen dargestellt werden. Bisher wissen die Bürger*Innen nur bruchstückhaft über mögliche Alternativen und rechtliche Schwierigkeiten Bescheid. Die Information und Transparenz in diesem Verfahren ist von enormer Bedeutung, übereiltes Handeln des Gemeinderates ist nicht angezeigt.

Petra Weiß
Sprecherin
BI-Pro-Waldschutz

Da ist uns etwas aufgefallen.

Am Tag nach der Bürgermeisterwahl in Sandhausen gibt der SV Sandhausen in einer Pressemitteilung bekannt, dass die U23 Mannschaft abgemeldet werden muß.
Als Grund wird angegeben, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Platzkapazitäten nicht mehr ausreichend seien.
Zusätzlich sei die nach wie vor ungeklärte Situation und Beschlusslage im Gemeinderat bezüglich des Neubaus von zwei weiteren Trainingsplätzen Grundlage für diese Entscheidung.

ABER:
In einer Mitteilung auf der Homepage des SV Sandhausen vom 30.12.2020 wurde ebenfalls die Abmeldung der gleichen Mannschaft bekannt gegeben, damals allerdings aus finanziellen Gründen aufgrund der Corona Pandemie.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt.


Links zu den Berichten finden Sie hier:

12.05.21: RNZ “Wer ist schuld am Aus des Nachwuchsteams?”

11.05.21: Kraichgau Lokal: “SV Sandhausen zieht seine U23 Mannschaft für die Saison 21/22 vom Spielbetrieb zurück”

10.05.21: RNZ “U-23 Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet.”

30.12.20: SVS1916.de “Fank Löning verlässt den SVS”

Wir stellen vor:

Waldvision für Nußloch

Wir sind eine Gruppe von Menschen aus und um Nußloch, die eines verbindet: Die Sorge um den Nußlocher Gemeindewald in Kombination mit der Hoffnung, dass es noch nicht zu spät für ein Umdenken ist. Wir können und wollen vor den aktuellen Veränderungen, wie sie im Nußlocher Wald festzustellen sind, nicht die Augen verschließen.

Unser gemeinsames Interesse ist es, auf die Möglichkeit einer naturnahen Waldbewirtschaftung in Nußloch aufmerksam zu machen und bei einer möglichen Umsetzung zu unterstützen.

Wir fühlen uns den zukünftigen Generationen verpflichtet und wollen einen Beitrag leisten, um den Folgen des Klimawandels entgegen zu wirken. Für unsere Nachfahren wünschen wir uns, dass sie im Naturraum Wald ähnliche Erfahrungen machen können, wie wir sie in unserer Kindheit selbst machen durften.

Wir wollen helfen, dass die Gemeinde Nußloch ihrem eigenen Anspruch, eine moderne und attraktive Wohngemeinde zu sein, gerecht werden kann.

Wir sind parteipolitisch und weltanschaulich neutral.

Wir stellen vor:

Klaus Frohn

Klaus Frohn will “Problem Kermesbeere” im Hardtwald an der Wurzel packen.

Link: RNZ vom 05.03.2021

Beim Kampf gegen die Kermesbeere braucht es vor allem ganz viele Helfer.
Wer helfen möchte kann sich unter Kermesbeere2021@freenet.de mit Klaus Frohn in Verbindung setzten.

Kommentar zum Bericht der RNZ vom 08.10.2020

Wer als BürgerIn davon ausging, dass die Waldentnahme längst ausgeglichen ist, ging fehl.
Dass die Sandhäuser Gemeindeverwaltung nach 12 (!!!) Jahren den Ausgleich für die Waldfläche hinter dem Hardtwaldstadion angeschoben hat, ist zwar am Ende löblich, dennoch handelt es sich nur um die Einlösung einer rechtsverbindlichen Verpflichtung aus dem Bebauungsplan von 2008.
Erst auf Nachfrage eines Mitglieds aus der Bürgerinitiative in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung kam das Thema wieder auf den Tisch und wurde nun abgesegnet.
Auch der Gemeinderat hatte hier keine allzu große Wahlmöglichkeit bei der Abstimmung, wollte er die Baumaßnahmen aus 2008 doch ausgeglichen haben. Nun hat man mit Hilfe fiktiver Ökopunkte und einer Aufwertung von bestehenden Wald  – und Feldflächen, den Ausgleich hergestellt.

 Was bleibt, ist, dass
– es für BürgerInnen in den vergangenen 12 Jahren keinen Ausgleich gab
– Entsiegelungen von bisher befestigten Flächen nicht stattfinden
– die Waldfläche auf Sandhäuser Gemarkung nun tatsächlich um die Größe von  mind. 2  Fußballfeldern dezimiert ist.

Für mich persönlich stellt es nicht gerade  die größte Vertrauensbasis für den nächsten „Runden Tisch“ dar, wenn es derartige Altlasten gibt, die nach so langer Zeit erst angegangen werden.

Sofern es überhaupt alternative Standorte für 2 weitere, neue Fußballfelder gibt, dann müssen gleichzeitig auch die Ausgleiche mitbesprochen werden.

Petra Weiß
Sprecherin BI Pro-Waldschutz