“In der Folge kam es dann am 11. Juni 2019 zu einem Treffen, bei dem Verteter von BUND und NaBu, Mitglieder der Sandhäuser AL, und uns anwesend waren. Hier wurde beschlossen eine Bürgerinitiative zu gründen, um die gemeinsamen Ziele verfolgen zu können.”

Die Bürgerinitiative nennt sich: “Pro-Waldschutz”

“Wir wehren uns gegen die Änderung des Flächennutzungsplans Sport-Freizeitfläche in Sandhausen, und die damit einhergehende Rodung von ca. 27.000 qm Wald.”

Liebe Sandhäuser Bürgerinnen und Bürger,  

Die Bürgerinitiative “Pro Waldschutz” Sandhausen, (die ausschließlich aus Sandhäusern besteht, von denen die meisten schon als Kinder durch den Hardtwald streiften), möchte Ihnen die Gründe aufzählen, warum wir gegen die Abholzung von 27.000 qm Waldgebiet zwischen SV-Stadion und Forsthaus sind:

Dieser Wald gehört zur Schwetzinger Hardt, einem gesetzlichen Erholungswald.
Wenn dieser Wald zugunsten zweier Fußballplätze und 144! Parkplätzen geopfert wird, steht diese Fläche nicht mehr allen zur Verfügung, sondern nur noch einem einzelnen Verein.

Der „Sonnenweg“ ist ein vielgenutzter Spazierweg (besonders von Anwohnern des Pflegeheims), der dann als solcher viel von seiner Qualität einbüßt.
Es handelt sich um einen gesunden Mischwald, der, gerade im Vergleich mit anderen Waldgebieten, mit den schwierigen Bedingungen der vergangenen Sommer gut zurechtkommt.
Hier gibt es vielfältige Pflanzen- und Tierarten (seltene Fledermausarten etc.), die geschützt werden müssen.
Diese Waldfläche liegt im Einzug zweier Wasserschutzgebiete, deren Verunreinigung durch Mikroplastik (Kunstrasen!) und Pestizide (Sportrasen) droht.

Täglich ist auch in der Zeitung zu lesen, dass es in der heutigen Zeit keinen Sinn macht, Wald zu roden, um ihn an anderer Stelle (auf Ackerland) wiederaufzuforsten.
Wiederaufforstung ist bei den heutigen klimatischen Bedingungen, wenn nicht vergebens, so doch sehr aufwendig und kostenintensiv. Warum baut man dann nicht gleich die Fußballplätze auf Ackerland?

Die weiteren Fußballplätze werden für ein Nachwuchsleistungszentrum benötigt. Die Jugend, die in diesem NLZ trainiert, kommt zum Großteil nicht aus Sandhausen. Warum muss das NLZ dann unbedingt im Hardtwald liegen? Gibt es vielleicht außerhalb einen viel geeigneteren und besser zu erreichenden Platz? (siehe Hoffenheim: NLZ in Zuzenhausen)
Der SV Sandhausen ist angeblich der Zweitligist mit den wenigsten Trainingsplätzen. Bedeutet dies, dass es irgendwann weitere Begehrlichkeiten gibt?
Von Seiten der Gemeinde legt sich niemand fest, dass dies die letzte „Waldumwandlung“ sein soll.

Wir – unter uns auch stolze SV-Fans – zweifeln nicht am Bedarf des SV an weiteren Trainingsplätzen (Bedarf haben übrigens fast alle Sandhäuser Vereine), aber in Zeiten des Klimaschutzes kann eine Waldrodung nicht die Lösung sein, müssen Alternativen gefunden werden (z.B. Kooperationen mit anderen Vereinen, Bebauung von Ackerfläche/Brachland).
Wir wehren uns dagegen einen Bedarfswunsch (zwei Plätze) als DFL-Pflichtauflage (es fehlt NUR EIN weiterer Platz) „verkaufen“ zu wollen.

Wir wehren uns generell gegen Umwandlung unseres Waldes in bebaute Fläche, egal von wem.
Wald hat für uns einen „Mehrwert“, der nicht mit Geld ausgeglichen werden kann.

 

Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür!

Neue Homepage der Aktionsgemeinschaft Hardtwald.

Klaus Frohn und seine Mitstreiter haben den Kampf gegen die invasive Kermesbeere aufgenommen.

Wir unterstützen die AG gerne!

Da es offensichtlich immer wieder zu Verwirrungen kommt, für was die BI Pro-Waldschutz steht, möchten wir hier nochmals klärend erläutern:

Die BI Pro Waldschutz hat zum Ziel, dass das Waldschutzgebiet Schwetzinger Hardt auf Sandhäuser Gemarkung unangetastet bleibt. Wir sind dagegen, dass der Wald in Sport- und Parkplätze umgewandelt wird. In letzter Zeit gibt es immer wieder Diskussionen darüber, und wir werden regelmäßig gefragt, warum wir uns nicht gegen die Umwandlung der „Brühlwegdüne“ im Gewann Zugmantel in ein Naturschutzgebiet aussprechen. Das dort zukünftig viele Bäume fallen, macht uns sicher nicht glücklich. 

ABER:

Der Beschluss über den Erhalt der L 600 und die daraus resultierende Herstellung eines Naturschutzgebietes war schlichtweg vor unserer Zeit und ist längst beschlossene Sache.
Naturschutzbehörden und entsprechende Verbände waren seinerzeit zur Genüge involviert, so dass man guten Gewissens von einer im Gemeinderat abgewogenen Entscheidung ausgehen muss.

Auf der einen Seite wandelt man Wald in einen ursprünglichen Zustand (Sandrasen) um, auf der anderen Seite sollen 27000 qm Waldschutzgebiet versiegelt werden, weil man dort 2 Sportplätze und 140 Parkplätze plant.

Wir bedauern dass man die beiden Maßnahmen miteinander in Verbindung bringt, da diese objektiv nicht miteinander vergleichbar sind.