BI Pro-Waldschutz

Sandhausen

„Es kam am 11. Juni 2019 zu einem Treffen, bei dem Verteter von BUND und NaBu, Mitglieder der Sandhäuser AL, und den Waldfreunden anwesend waren. Hier wurde beschlossen eine Bürgerinitiative zu gründen, um die gemeinsamen Ziele verfolgen zu können.“ Die Bürgerinitiative nennt sich: “Pro-Waldschutz”

RNZ vom 26.04.22

RNZ 26.04.22 – von Lukas Werthenbach

Sandhausen. (luw) Der Fußball-Zweitligist SV Sandhausen soll zwei weitere Trainingsplätze bekommen, der FC Sandhausen zieht um und der Tennisclub 1970 erhält eine neue Anlage: Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer Abstimmung des Gemeinderats am Montagabend.
Ob damit die Stadionneubau-Pläne des SVS endgültig vom Tisch sind, bleibt noch offen.

RNZ vom 23.04.22

RNZ 23.04.22 – von Lukas Werthenbach

Sandhausen. (luw) In einer Sache dürften sich alle Beteiligten einig sein, wenn der Gemeinderat am kommenden Montagabend in der Festhalle über den Kompromissvorschlag der Verwaltung für die Erweiterung des SV Sandhausen (SVS) abstimmt: Sie werden froh sein, dass in dieser teils heiß diskutierten Angelegenheit endlich eine Entscheidung fällt. Laut einer Umfrage der RNZ bei den vier Fraktionen wird eine Mehrheit des Gremiums für den Grundsatzbeschluss stimmen, der eine Alternative zu einem Stadionneubau bildet.

RNZ vom 22.04.22

RNZ 22.04.22 – von Lukas Werthenbach

Sandhausen. (luw) Die Spannung steigt: In seiner Sitzung am Montag, 25. April, soll der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss im nun seit über drei Jahren währenden Streit um die Erweiterung des Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen fassen.

Offener Brief an Bürgereister und Gemeinderät*Innen vom 18. April 2022

Sehr geehrte Gemeinderät*innen,

Ich schreibe Ihnen heute, weil zu befürchten ist, dass in der Gemeinderatssitzung Ende April eine Entscheidung mit durchaus weitreichenden Folgen getroffen wird.

Sofern der angekündigte „Grundsatzbeschluss“ von Ihnen persönlich mitgetragen werden sollte, möchte ich Sie auf folgendes hinweisen:

Der „Grundsatzbeschluss“ ist nichts anderes als die Variante 0, sprich zwei Trainingsplätze samt Parkplätzen im Waldschutzgebiet.
Auch, wenn man davon spricht, aktuell nur einen Trainingsplatz zu verwirklichen, so bestehen mit dem Beschluss zur Fortführung der Planung genau diese o.g. Möglichkeiten, wenn nicht sogar rechtliche Ansprüche, um bauen zu können.

Verstehen kann ich, dass Sie als Gemeinderäte*innen dieses Thema gerne endlich abschließen würden, dass es Sie nicht nur Zeit, sondern womöglich auch Nerven gekostet hat und starker Druck ausgeübt wurde. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Entscheidungen unter derartigen Gesichtspunkten selten gut sind. Vor allem unter dem Aspekt, dass es nicht nur unsere Generation betrifft.

Sie entscheiden hier für viele andere mit und Sie geben vor allem Beispiel dafür, wie wir mit unserer Natur umgehen.
Nur, weil wir vermeintlich viel Waldfläche um uns herum haben, können wir uns – auch und gerade im Hinblick auf den Waldzustand – ganz gewiss kein großzügiges Verhalten leisten und Teile von Schutzgebieten für Einzelprojekte opfern.
Das Land Baden-Württemberg wird weiterhin seinen Wald verkaufen, das muss niemand verstehen. Aber der Nachahmungseffekt von Bebauungen im Schutzgebiet wird weitergehen und auch in anderen Kommunen Schule machen. Genau daran müssen Sie sich messen lassen.

Als Gemeinderäte*innen sind Sie nur Ihrem eigenen Gewissen und dem öffentlichen Wohl verpflichtet – nichts anderem.
Wo in dieser Sportflächenerweiterung für einen Proficlub dem öffentlichen Wohl gedient werden soll, kann ich nicht erkennen.
Neben einem friedlichen Miteinander in der Welt sind Klima – und Artenschutz die drängendsten Probleme unserer Zeit. Darüber wird viel geredet, auch bei uns in Sandhausen. Es gilt aber, Klimaschutz tatsächlich mit Beschlüssen zu praktizieren.

Wir leben hier in Sandhausen nicht auf der Insel der Glückseligen, die von diesen Problemen nicht betroffen ist und wir können Zeichen setzen.
Wald ist und bleibt der größte Klimaschützer – und das schon ewig und bedingungslos.

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich freuen.

Freundliche Grüße von

Petra Weiß
Sandhausen

Petra Weiß

Sprecherin, BI Pro-Waldschutz

Wir haben am Wochenende Post vom Landtag aus Stuttgart bekommen: Der Petitionsausschuss des Baden-Württembergischen Landtags hat die Rechtmäßigkeit unserer Petition anerkannt und sie an die Gemeinde Sandhausen zur weiteren Behandlung zurückgegeben. Darüber freuen wir uns riesig 💪- es ist gut, dass auch der Petitionsausschuss bestätigt hat, dass die Planung im Waldschutzgebiet zahlreiche Konfliktfelder berührt. Das Signal aus Stuttgart wäre doch eine gute Gelegenheit, das ruhende Bebauungsplanverfahren endgültig zu beenden.
Petra Weiß

Sprecherin BI Pro-Waldschutz

Wichtig!

Wir haben die Berichterstattung zur Vorstellung der Ergebnisse des Runden Tisches zusammengefasst. Sie finden diese in der Presseschau oder unter Informationen zum Runden Tisch.
Petra Weiß

Sprecherin BI Pro-Waldschutz

Wichtig!

Wir haben die Berichterstattung zur Vorstellung der Ergebnisse des Runden Tisches zusammengefasst. Sie finden diese in der Presseschau oder unter Informationen.
Petra Weiß

Sprecherin BI Pro-Waldschutz

„Wir wehren uns gegen die Änderung des Flächennutzungsplans Sport-Freizeitfläche in Sandhausen, und die damit einhergehende Rodung von ca. 27.000 qm Wald.“

Liebe Sandhäuser Bürgerinnen und Bürger,

Die Bürgerinitiative „Pro Waldschutz“ Sandhausen, (die ausschließlich aus Sandhäusern besteht, von denen die meisten schon als Kinder durch den Hardtwald streiften), möchte Ihnen die Gründe aufzählen, warum wir gegen die Abholzung von 27.000 qm Waldgebiet zwischen SV-Stadion und Forsthaus sind:

Dieser Wald gehört zur Schwetzinger Hardt, einem gesetzlichen Erholungswald.

Wenn dieser Wald zugunsten zweier Fußballplätze und 144! Parkplätzen geopfert wird, steht diese Fläche nicht mehr allen zur Verfügung, sondern nur noch einem einzelnen Verein. Der „Sonnenweg“ ist ein vielgenutzter Spazierweg (besonders von Anwohnern des Pflegeheims), der dann als solcher viel von seiner Qualität einbüßt. Es handelt sich um einen gesunden Mischwald, der, gerade im Vergleich mit anderen Waldgebieten, mit den schwierigen Bedingungen der vergangenen Sommer gut zurechtkommt. Hier gibt es vielfältige Pflanzen- und Tierarten (seltene Fledermausarten etc.), die geschützt werden müssen. Diese Waldfläche liegt im Einzug zweier Wasserschutzgebiete, deren Verunreinigung durch Mikroplastik (Kunstrasen!) und Pestizide (Sportrasen) droht. Täglich ist auch in der Zeitung zu lesen, dass es in der heutigen Zeit keinen Sinn macht, Wald zu roden, um ihn an anderer Stelle (auf Ackerland) wiederaufzuforsten. Wiederaufforstung ist bei den heutigen klimatischen Bedingungen, wenn nicht vergebens, so doch sehr aufwendig und kostenintensiv. Warum baut man dann nicht gleich die Fußballplätze auf Ackerland? Die weiteren Fußballplätze werden für ein Nachwuchsleistungszentrum benötigt. Die Jugend, die in diesem NLZ trainiert, kommt zum Großteil nicht aus Sandhausen. Warum muss das NLZ dann unbedingt im Hardtwald liegen? Gibt es vielleicht außerhalb einen viel geeigneteren und besser zu erreichenden Platz? (siehe Hoffenheim: NLZ in Zuzenhausen) Der SV Sandhausen ist angeblich der Zweitligist mit den wenigsten Trainingsplätzen. Bedeutet dies, dass es irgendwann weitere Begehrlichkeiten gibt? Von Seiten der Gemeinde legt sich niemand fest, dass dies die letzte „Waldumwandlung“ sein soll. Wir – unter uns auch stolze SV-Fans – zweifeln nicht am Bedarf des SV an weiteren Trainingsplätzen (Bedarf haben übrigens fast alle Sandhäuser Vereine), aber in Zeiten des Klimaschutzes kann eine Waldrodung nicht die Lösung sein, müssen Alternativen gefunden werden (z.B. Kooperationen mit anderen Vereinen, Bebauung von Ackerfläche/Brachland). Wir wehren uns dagegen einen Bedarfswunsch (zwei Plätze) als DFL-Pflichtauflage (es fehlt NUR EIN weiterer Platz) „verkaufen“ zu wollen. Wir wehren uns generell gegen Umwandlung unseres Waldes in bebaute Fläche, egal von wem. Wald hat für uns einen „Mehrwert“, der nicht mit Geld ausgeglichen werden kann.

Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür!

Homepage der Aktionsgemeinschaft Hardtwald.

Klaus Frohn und seine Mitstreiter haben den Kampf gegen die invasive Kermesbeere aufgenommen. Wir unterstützen die AG gerne!

Da es offensichtlich immer wieder zu Verwirrungen kommt, für was die BI Pro-Waldschutz steht, möchten wir hier nochmals klärend erläutern:

Die BI Pro Waldschutz hat zum Ziel, dass das Waldschutzgebiet Schwetzinger Hardt auf Sandhäuser Gemarkung unangetastet bleibt. Wir sind dagegen, dass der Wald in Sport- und Parkplätze umgewandelt wird. In letzter Zeit gibt es immer wieder Diskussionen darüber, und wir werden regelmäßig gefragt, warum wir uns nicht gegen die Umwandlung der „Brühlwegdüne“ im Gewann Zugmantel in ein Naturschutzgebiet aussprechen. Das dort zukünftig viele Bäume fallen, macht uns sicher nicht glücklich.  

ABER:

Der Beschluss über den Erhalt der L 600 und die daraus resultierende Herstellung eines Naturschutzgebietes war schlichtweg vor unserer Zeit und ist längst beschlossene Sache. Naturschutzbehörden und entsprechende Verbände waren seinerzeit zur Genüge involviert, so dass man guten Gewissens von einer im Gemeinderat abgewogenen Entscheidung ausgehen muss. Auf der einen Seite wandelt man Wald in einen ursprünglichen Zustand (Sandrasen) um, auf der anderen Seite sollen 27000 qm Waldschutzgebiet versiegelt werden, weil man dort 2 Sportplätze und 140 Parkplätze plant. Wir bedauern dass man die beiden Maßnahmen miteinander in Verbindung bringt, da diese objektiv nicht vergleichbar sind.