Was wächst in Ihrem Garten?

29. Mai 2026

Vielleicht die Kermesbeere? 
Unsere ungeliebte Waldpflanze, die Kermesbeere, gehört zu den invasiven, d. h. gebietsfremden Arten.
Sie begann ihren „Siegeszug“ in unserem Wald tatsächlich wohl als Gartenpflanze. Keine Frage, sie macht viel her mit ihrer Größe, den Blütenkerzen und ihren schwarzroten Beeren, die im Herbst zahlreiche Vögel anlocken. Diese verbreiten die Samen der Pflanzen über ihre Ausscheidungen – und so hat sie wohl ihren Weg in unseren Wald gefunden. Wurzel, Samen und Früchte der Kermesbeere sind ungenießbar und giftig. Sollten Sie sie in Ihrem Garten finden, ist es am besten, sie loszuwerden. Dann graben Sie am besten die gesamte Pflanze mitsamt der Wurzelknolle aus.
Es wäre gut, die Kermesbeere zu entfernen, bevor sie Beeren trägt, dann könnten Sie die Ausbreitung ein wenig kontrollieren.

Vielleicht der Sommerflieder? 
Er wird auch Schmetterlingsflieder genannt, da die bunten Blüten Schmetterlinge in großer Zahl anlocken.
Doch ist er für deren Nachwuchs, die Raupen und andere heimische Insekten nutzlos. Außerdem verdrängt er durch seine schnelle und großflächige Ausbreitung andere Pflanzen: Die in sehr großer Menge produzierten Samen werden durch den Wind verteilt und können viele Jahre im Boden überdauern, bevor sie keimen. Sollten Sie Sommerflieder im Garten haben, reicht es, wenn Sie die verblühten Rispen abschneiden, bevor sie Samen bilden. Das verhindert die Ausbreitung.
Als Alternative bietet sich Liguster, wolliger Schneeball oder natürlich der uns bekannte Gemeine oder Echte Flieder an, mit dem der Sommerflieder nicht verwandt ist. 

Bild: pixabay artminusfranzpunktde

Vielleicht der Kirschlorbeer? 
Beliebte Heckenpflanze aus der Familie der Rosengewächse. Er wird als Zierstrauch in Gärten und Parks verwendet. Man erkennt ihn an seinen langen, spitzen Blättern und seinem sehr dichten Wuchs. Er ist pflegeleicht, immergrün, schnell dicht und scheint die perfekte Hecke zu ergeben.

ABER: Kirschlorbeer ist ursprünglich in Kleinasien beheimatet und daher keine heimische Pflanze. Alle Teile des Kirschlorbeers sind giftig, er verwildert leicht, seine Blätter verrotten schlecht und er verursacht als invasive Pflanzenart ökologische Probleme: Heimische Insekten und Tiere können mit ihm nichts anfangen. Für Bienen, Schmetterlinge & Co. ist er praktisch wertlos. Durch sein unkontrolliertes Wachstum verdrängt er heimische Arten.
Die Pflanze ist weder mit der Kirsche noch mit dem Lorbeer verwandt und wurde 2013 in Deutschland Giftpflanze des Jahres.

Alternativen: Liguster, Eibe, Glanzmispel, Hainbuche

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