Informationen zu den geplanten Trainingsplätzen

Informationen zu den geplanten Trainingsplätzen

Pressemitteilung der BI Pro-Waldschutz vom 10.10.21

Die Ergebnisse des „Runden Tischs“ zur Erarbeitung von Alternativen für Trainingsplätze zu Gunsten des SV Sandhausen wurden in der Gemeinderatssitzung am 27. September vorgestellt. Leider ohne die von der Bürgerinitiative Pro-Waldschutz eingebrachten Variante.

Es wird immer wieder behauptet, dass zwei zusätzliche Plätze durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) gefordert werden. Das stimmt aber so nicht.

Die Bürgerinitiative hält weiter daran fest, dass nach DFL-Statuten und einem Vergleich des Bestandes vor Ort nur ein weiterer Platz gefordert wird.
Dies wurde uns auch durch ein juristisches Gutachten bestätigt.

 

 

Zur Faktenlage: 

Die DFL fordert für das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) drei exklusive Trainingsplätze. Zusätzlich fordert die DFL, dass der Bundesligamannschaft ein Trainingsplatz ganzjährig zur Verfügung stehen soll. Das ist aus den Statuten klar ersichtlich. Die DFL fordert also vier Plätze. 

Zurzeit kann der SV Sandhausen auf drei Plätzen trainieren, auf den beiden Plätzen hinter dem BWT-Stadion und auf dem Platz im Walter-Reinhard-Stadion.

Es fehlt also in der Summe ein Trainingsplatz.

Sollte der SV Sandhausen einen Platz als Reserve vorhalten wollen, für Zeiten, in denen ein Platz wegen Regeneration nicht benutzt werden kann, sehen die DFL Statuten dafür jedenfalls nichts vor. Ausweichmöglichkeiten könnten z.B. auch Kooperationen mit benachbarten Vereinen sein. 

 

Für einen Trainingsplatz hat die BI Pro-Waldschutz in den Verhandlungen des Runden Tisches zwei Alternativen vorgeschlagen, die ohne signifikante Flächenversiegelung auskommen würden.

 

Vorschlag Nr.1: Einen Trainingsplatz auf dem Gelände des bisherigen Parkplatzes vor dem Walter-Reinhard-Stadion. Daneben gleicht ein mehrgeschossiges Parkdeck den Verlust der Stellplätze aus.

 

Vorschlag Nr.2: Einen geständerten Trainingsplatz auf dem Parkplatz vor dem Walter-Reinhard-Stadion.

Dieser Vorschlag hätte den Vorteil, dass man den dann wettergeschützen Parkplatz für andere Möglichkeiten wie z.B. Flohmärkte nutzen könnte.

Solche Konstellationen gibt es bereits, z.B. in Krems/Niederösterreich (Beispielbild).

 

Aus Sicht der Bürgerinitiative ist die Tatsache bemerkenswert, dass die DFL mittlerweile fordert, dass drei Trainingsplätze exklusiv für das NLZ vorgehalten werden müssen. Das bedeutet, dass auf diesen Plätzen weder die Bundesligamannschaft noch irgendwelche anderen Jugendmannschaften, die nicht zum NLZ gehören, trainieren können.

 

In der Lizensierungsordnung (LO) der DFL steht unter §6.4:
Der Bewerber soll “über mindestens einen beheizbaren Trainingsplatz mit Naturrasen verfügen”.
Mit dem Walter-Reinhard-Stadion, das die Erste Mannschaft zum Training nutzt, ist dieser vorhanden.

Für das NLZ  ist Anhang V (Neufassung 1.1.2021) maßgebend, wobei in der 2. Bundesliga mindestens die Voraussetzungen der Kategorie III zu erfüllen sind.

https://media.dfl.de/sites/2/2020/04/Anhang-V-zur-LO-2021-01-01-Stand-Geltung-ab-1.-Januar-2021.pdf

Gefordert sind “mindestens 3 Fußballplätze, welche der exklusiven Nutzung durch das Leistungszentrum vorbehalten sind”.

Zur Zeit ist der Bestand an Trainingsplätzen:

3 Plätze: zwei Plätze hinter dem BWT-Stadion, ein Platz im Walter-Reinhard-Stadion für die 2-Liga Mannschaft

Soll nach DFL Statuten:              4 Plätze

Ist für SV und NLZ:                      3 Plätze

Defizit:                                          1 Platz

 

Nun wurde argumentiert, dass auf einem der beiden Plätze auch die erste Mannschaft trainiert.
Hier gilt es nun sauber zu trennen: Was sind die Anforderungen der DFL und was ist der Bedarf des Vereins.

Legt man die Lizensierungsordnung zu Grunde, ist ein Trainingsplatz für die erste Mannschaft vorzuhalten. Für das NLZ sind es drei. Im Ergebnis fehlt ein Platz für das NLZ.

Soweit der Sachverhalt.

Dass es einen Bedarf der Ersten Mannschaft gibt, auf einen zweiten Platz auszuweichen, etwa damit sich der Rasen regenerieren kann, ziehen wir nicht in Zweifel. Doch in der Argumentation ging es ja allein um die LO.

Wir sind überzeugt, dass sich für den Bedarf der Ersten Mannschaft nach einem Ausweich-Trainingsplatz in Kooperation mit anderen Vereinen Lösungen finden lassen.

In der Lizensierungsordnung (LO) der DFL steht unter §6.4:
Der Bewerber soll “über mindestens einen beheizbaren Trainingsplatz mit Naturrasen verfügen”.
Mit dem Walter-Reinhard-Stadion, das die Erste Mannschaft zum Training nutzt, ist dieser vorhanden.

Für das NLZ  ist Anhang V (Neufassung 1.1.2021) maßgebend, wobei in der 2. Bundesliga mindestens die Voraussetzungen der Kategorie III zu erfüllen sind.

https://media.dfl.de/sites/2/2020/04/Anhang-V-zur-LO-2021-01-01-Stand-Geltung-ab-1.-Januar-2021.pdf

Gefordert sind “mindestens 3 Fußballplätze, welche der exklusiven Nutzung durch das Leistungszentrum vorbehalten sind”.

Zur Zeit ist der Bestand an Trainingsplätzen:

3 Plätze: zwei Plätze hinter dem BWT-Stadion, ein Platz im Walter-Reinhard-Stadion für die 2-Liga Mannschaft

Soll nach DFL Statuten:              4 Plätze

Ist für SV und NLZ:                      3 Plätze

Defizit:                                          1 Platz

 

Nun wurde argumentiert, dass auf einem der beiden Plätze auch die erste Mannschaft trainiert.
Hier gilt es nun sauber zu trennen: Was sind die Anforderungen der DFL und was ist der Bedarf des Vereins.

Legt man die Lizensierungsordnung zu Grunde, ist ein Trainingsplatz für die erste Mannschaft vorzuhalten. Für das NLZ sind es drei. Im Ergebnis fehlt ein Platz für das NLZ.

Soweit der Sachverhalt.

Dass es einen Bedarf der Ersten Mannschaft gibt, auf einen zweiten Platz auszuweichen, etwa damit sich der Rasen regenerieren kann, ziehen wir nicht in Zweifel. Doch in der Argumentation ging es ja allein um die LO.

Wir sind überzeugt, dass sich für den Bedarf der Ersten Mannschaft nach einem Ausweich-Trainingsplatz in Kooperation mit anderen Vereinen Lösungen finden lassen.

Stellungnahme des BUND
zu den Ergebnissen des Runden Tisches.

In der letzten Gemeinderatssitzung von Sandhausen stellte Herr Bürgermeister Günes die Ergebnisse des Runden Tisches vor, wie die Fußballplätze für die exklusive Nutzung durch das Junioren-Leistungszentrum des SV Sandhausen eingerichtet werden könnten.
Wie Herr Bürgermeister Günes selbst in der Präsentation aufzeigte, ist das große Problem, dass diese Fußballplätze exklusiv der Nutzung durch das Juniorenleistungszentrum vorbehalten sind, gemäß den Vorgaben der DFL (Deutsche Fußball Liga).

Weder die Profis des SV Sandhausen, noch der Schulsport, geschweige denn andere Vereine oder gar Amateure dürfen diese Plätze in den Zeiten benutzen, in denen die Jugendlichen nicht darauf trainieren. Zur Zeit sind etwa 110 Jugendliche im Nachwuchsleistungszentrum.
Leider gibt es kaum Jugendliche aus Sandhausen, die in den Mannschaften des Jugend-Leistungszentrums trainieren.

Die DFL (Deutsche Fußball Liga) ist hier deutlich zu kritisieren. Es werden ökologisch bedenkliche Vorgaben für eine exklusive Nutzung durch das Leistungszentrum gemacht, die zu starkem Flächenverbrauch führen.
Man hat den Verdacht, dass sie dazu dienen, Clubs aus kleineren Orten das Leben schwer zu machen.
Ein Umdenken ist dringend nötig, Mehrfachnutzung und Null Flächenverbrauch muss das Ziel sein.

Die artenreiche Schwammerswiese

Am runden Tisch des Gemeinderats von Sandhausen wurden mehrere Pläne erarbeitet, wie der Trainingsplatz des FC Sandhausen auf die Schwammerswiese (bei der Ampelkreuzung Nähe Neubaugebiet Sandhausen Ost) verlegt werden könnte. Die zwei zusätzlich nötigen exklusiven Trainingsplätze für das Leistungszentrum des SV Sandhausen würden dann durch Umlegung von Flächen und Waldrodung hinter den Tennisplätzen und dem SV-Stadion möglich werden. Gegenüber der ursprünglichen Variante wäre hier weniger Waldrodung nötig, im Minimalfall nur knapp 1 ha. Allerdings kommt ein zusätzlicher Flächenverbrauch, vor allem in der Schwammerswiese dazu, der sich ebenfalls auf über 1 ha, wenn nicht mehr beläuft.

Noch weniger Flächenverbrauch wäre allerdings nötig, wenn die Profis des SV Sandhausen das Training vermehrt auf den Fußballplätzen von Nachbarvereinen machen könnten und so die Trainingsplätze neben dem Stadion in Sandhausen zur exklusiven Nutzung durch das Jugendleistungszentrum zur Verfügung stehen würden. So wäre nur 1 weiterer Platz nötig, was leider auch schon ein bedeutender Flächenverbrauch darstellt.

Der BUND Sandhausen schließt sich der Bitte von Herrn Bürgermeister Günes an, der die Bürger aufforderte, die Pläne für die Erweiterung auf der Homepage der Gemeinde Sandhausen oder im Sandhäuser Rathaus zu betrachten und dann den Gemeinderäten bald Rückmeldung zu geben, was die Sandhäuser Bürgerinnen und Bürger von den Plänen halten.

Besonders die Varianten 1-3 sollten beachtet werden, weil diese in der Aufregung über die Stadion Variante leicht übersehen werden. Diese Varianten beinhalten aber auch gravierende Baumaßnahmen, Waldrodungen und Flächenverbrauch beim Stadion und in der artenreichen Schwammerswiese.
Bitte informieren Sie sich und geben ihre Meinungen bald an die Gemeinderäte weiter.

Wenn Sie den Parteinamen und Sandhausen in ein Suchprogramm im Internet eingeben, so gelangen Sie auf die Internet-Seiten der Sandhäuser Parteien mit Kontaktinformationen bezüglich der Gemeinderäte.

Sie können Ihre Ansichten und Ideen auch schriftlich in einem Brief formulieren und diesen dann zur Weiterleitung an der Pforte des Sandhäuser Rathauses abgeben, bitte den Umschlag mit dem Namen des Empfängers beschriften.

Pressemitteilung vom 04.10.21 BUND Walldorf/Sandhausen

Reisen liefert neue Ideen !!

Wie kann man mehr Sportplätze in Sandhausen mit der Forderung nach einem Stopp der Flächenversiegelung unter einen Hut bringen?
Ein großes Potential bieten hier Parkplätze. Oft sind Parkplätze bei Sportanlagen überdimensioniert. Nur wenige Stunden am Wochenende oder am Abend werden sie genutzt, anderweitig stehen sie leer.
Die Sportanlage in Krems, Niederösterreich zeigt ein interessante Idee:

Auf dem Dach einer großen Tiefgarage befindet sich ein ganzer Fußballplatz!

Die Autos stehen geschützt im
Schatten, der Weg ist kurz und alle Infrastrukturanlagen für die Sportstätte befinden sich ebenfalls im Untergrund, nahe am Sportplatz.
Etliche Ladestationen für E-Autos ergänzen das Angebot. 

Das Parkdeck beim Tivoli-Stadion in Aachen ist sogar noch größer:
Hier befinden sich sogar 2 full-
size Trainingsplätze auf dem Dach.
Wer die Augen offen hält, wird noch weitere Beispiele für eine moderne und kreative Flächennutzung finden, wie z.B. auch bei der Allianz-Arena in München. Dort und hier im Ballungsgebiet Rhein-Neckar ist der Grund und Boden so kostbar, dass alle Möglichkeiten zur Mehrfachnutzung ausgeschöpft werden müssen und Flächen nicht nur einseitig und kurz genutzt werden sollten.

C. Kienle

Kontakt: Besuchen Sie die Internet-Seite des BUND Sandhausen!Parkdeck in Krems technische Daten:https://dywidag.at/referenzprojekte/parkdeck-galerie-noe/Aachen: https://www.apag.de/parkobjekte/parkhaus-tivoli